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Die Pinselherstellung ist keine Zauberei, aber gute Künstlerpinsel stellen eine gelungene Synthese dar aus Materialkenntnis und Materielauswahl.

Jede Haar- und Borstenart hat besondere Eigenschaften, die wir in der Herstellung beachten, da nur so ein Pinsel als perfektes Malgerät für die Hand eines Künstlers gelingt. Es ist einleuchtend, dass die natürlichen Lebensumstände eines Tieres Einfluss nehmen auf die Beschaffenheit von Haaren und Borsten. Jede Pinselart hat ihren eigenen Anwendungsbereich in der Malerei und harmoniert mit bestimmten Farben gut, mit manchen ausgezeichnet, mit manchen mangelhaft. Sehen Sie hier zu unter Material.

Die Vorbereitung und Zurichtung der Haare und Borsten benötigt viel Zeit u. Wissen über den Charakter des Rohmaterials. Der Herstellungsprozess umfasst das Abscheren des Haares von selektierten Schweifen, Ohren usw. Reinigen von der sogenannten Wolle zwischen den Haaren, Desinfektion mit Erhitzen bis 180 Grad Celsius, Trocknen, Mischen, Stoßen und auf Längen zupfen. Dadurch wird die Elastizität und Kraft des Haares zur Entfaltung gebracht und auf lange Zeit gesichert. Dies geschieht heute in spezielen Haarzurichtereien.

Wenn nun die Längen der Haare genau festgelegt sind , beginnt die Arbeit des Pinselmachers. Wie viele Haare für eine bestimmte Pinselgröße nötig sind, hat er im Griff, praktisch auf 1/10g genau, und führt diese Menge Haare in ein speziell geformte Messingbüchse ein, so dass sich durch mehrmaliges rhythmisches Stoßen die gewünschte Form einstellt. Durch Abbinden der Haare mittels Faden wird diese Roh-Form fixiert, die jedoch jetzt durch Drehen der Haare um die eigene Achse die endgültige Form erreicht.

Die Schwierigkeit dieses Prozesses besteht darin, dass die Spitzen des Haarbündels nicht aus der Mitte wandern darf, da sonst der Vorgang wiederholt werden muss. Durch das Drehen der Haare stellt sich eine sehr feine, vollkommene Spitze des Haarbündels ein, wie sie dann für perfektes Malen nötig ist. Nun wird die Haarwurzel durch abschneiden entfernt. Das gebündelte Haar wird nun in die Zwinge gesteckt, die Länge exakt gemessen und eingerichtet. Besonders entwickelter Klebstoff verkittet nun Haarbündel und Zwinge unlösbar miteinander.

Der Pinselkopf wird nach Aushärtung des Klebstoffes durch maschinelle Pressung oder durch Verklebung verbunden. Da es immer wieder vorkommen kann, dass Haare trotz aller Sorgfalt während der Produktion beschädigt oder abgebrochen werden, erfolgt am fertigen Pinsel einer Reinigung von Hand mit anschließender Qualitätskontrolle, die auch die Aufschrift des Stieles umfasst.

Durch Spitzen der Haare, Gummierung und einem Kunststoffschutz  über dem Pinselkopf, ergibt sich das perfekte Handwerkszeug eines Pinselkopfes als bestimmendes Kriterium des ganzen Pinsels.